Verfasst von: thomasgecko | August 7, 2011

Tierwelt

Hallo ihr Lieben,

es wird endlich wieder Zeit für einen neuen Artikel. Ich wurde schon oft gefragt, was hier denn so für Tiere rumkrabbeln, -laufen, -fliegen, -schwimmen und -kriechen… Deshalb ist das heutige Thema Vietnam´s Tierwelt, zumindest ein klitzekleiner Ausschnitt davon. Ich denke viele Beschreibungen kann ich mir sparen, ich starte einfach mal mit einer Bilderserie mit kurzen Kommentaren. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

Ich fange mal mit meinen Lieblingen, den Geckos, an:  (siehe auch Artikel: „Geckos, meine Lieblingstiere?“)

zutraulicher Gecko

aber wenn ich ehrlich bin, fällt es mir schwer, hier ein Lieblingsbild bzw. Lieblingstier auszuwählen. Die Tierwelt ist sehr vielfältig, und reicht von groß bis klein. Zuerst von den ganz großen:

die lieben Wasserbüffel, ohne die geht hier nichts beim Pflügen, Lasten ziehen und vielen weiteren Aufgaben im Farm-Alltag, und ich finde diese anmutigen Riesen wirklich klasse…

soo hübsch

darum heißt der Wasserbüffel Wasserbüffel

hier mal ein Beispiel für die power der Büffel:

Wasserbüffel bei der Arbeit

aber so ein Büffel muss auch mal geputzt werden…

Büffelwäsche

natürlich auch sehr präsent sind die Hunde, immer und überall, und eigentlich eher wild, laut und manchmal ganz schön nervig. Aber sie können auch soo lieb sein…

kissing dogs

Katze frisst, Hund schaut zu

über sonstiges mittelgroßes (Nutz)-Getier:

Ban-Sau mit Ferkeln

Hühnchen mit Reis

bis hin zu dem kriechenden, krabbelnden und fliegenden Kleinvieh, was mich natürlich allein schon aus fototechnischen Gründen immer sehr fasziniert…

Libelle 1

skurriles Kerlchen

erinnerte mich an E. A. Poe's "der Goldkäfer"

mampf

und natürlich die bunte Welt der Schmetterlinge:

Schmetterling 1

Schmetterling 2

Schmetterling 3

Schmetterling 4

Schmetterling 5

…und die Welt der Spinnen. Nur sind hier die eigentlich kleinen Krabbelviecher machmal gar nicht so klein. Da schüttelt´s auch mich manchmal, obwohl ich Spinnen mag..

Kankra?

und diese hier saß eines Morgens an der Wand neben meinem Bett. Es scheint ihr dort gefallen zu haben, weil sie blieb mehrere Tage in meinem Zimmer und kam mich immer wieder mal besuchen. Deshalb habe ich ihr schließlich einen Namen gegeben 🙂

Riesenspinne Mathilda

und von denen gibt´s ne Menge in Johannes‘  Teich, wo wir neulich Fische gefangen und vermessen haben

brrrr....

aber nicht nur die Spinnen sind hier manchmal n bisschen größer als ich das aus der Heimat kenne:

impressive...

das gibt ne Mahlzeit...

aber gut, wieder zurück zum Kriechgetier:

Prozessionsspinner- Kolonne

Und hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse...

Und so krabbelt es bei Tag und bei Nacht

Nachteule

Kopfloser Nachtschwärmer?

Überwiegend ungefährlich und höchstens ein bisschen gewöhnungsbedürftig, manchmal aber auch gar nicht so ungefährlich

Schlange im Cat Tien Nationalpark

keine Ahnung ob die giftig war, ich habe mal vorsichtshalber den gebührenden Abstand gehalten.. Anders als bei dem Prachtexemplar hier, das sich eines schönen Morgens als kleine Überraschung in Isabells Rucksack versteckt hatte. Zum Glück war´s recht kalt und der Skorpion dadurch ziemlich bewegungsunfähig

beautiful danger

in die Selbe Kategorie passen diese fiesen Raupen hier: Sie sehen wunderschön aus, haben aber ein Gift auf den Stacheln, das sehr sehr weh tut, wenn man die Dinger berührt. In etwa so wie eine Feuerqualle, und es hinterlässt auch rote nässenende Flecken, die man ein paar Tage lang sieht und spürt. Dummerweise sind sie aber so gut getarnt, dass man sie oft nicht sieht, bis es zu spät ist. Keiner von uns kannte die Dinger vorher und wir wissen nicht, wie sie heißen, und so haben wir sie mal dezent „caterpilosus arschlochii“ getauft. Zu deutsch: Die Arschlochraupe:

schön aber autsch

oder die Dinger hier, zwar nicht gefährlich, aber doch unangenehm:

Blute(k?)el wittert Beute

Blute(k?)el 2

Nuja, ihr seht, die Tierwelt ist bunt und schön hier, und für mich sehr interessant. Ich könnte so noch länger weitermachen, aber ich merke gerade dass der Artikel schon sehr lang geworden ist. Zu manchen Tieren gibt es noch ein paar besondere Geschichten zu erzählen, aber dazu werde ich bei Gelegenheit nochmal einen kleinen Extra-Artikel basteln…

Wie immer, vielen Dank für´s Vorbeischauen! Ich hoffe es hat euch gefallen…

Und zum Abschluss gibt´s noch ein kleines Bilderrätsel: Wer findet das Tier in diesem Bild? Wer als erstes in den Kommentaren blogt worum es sich handelt, bekommt ein kleines Geschenkchen…

kleines Bilderrätsel

Es grüßt ganz herzlich,

der Thomas

geschrieben in Yen Chau am 7. August 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juli 20, 2011

das liebe Wetter

Hallo Freunde,

es gibt etwas Neues aus der Kategorie Fundstücke.

Für unsere Arbeit hier ist es immer wieder mal wichtig, die Wettervorhersage zu kennen. Einheimische zu fragen führt oft leider zu keinem klaren und verlässlichen Ergebnis, aber zum Glück gibt´s ja „accuweather.com„, eine US-amerikanische Webseite, die von sich selbst behauptet, „the world´s leading weather authority“ zu sein, und deren Betreiber daher natürlich auch in der Lage sind, für die ganze Welt, ja für jedes noch so kleine Kaff auf diesem Planeten, eine accurate; pardon, akkurate; Wettervorhersage abzugeben. Das kann dann für Yen Chau, Vietnam, auch mal so aussehen:

schnelles Überfrieren

und nochmal in Nahaufnahme:

schnelles Überfrieren möglich

Is klar, ne? Schnelles Überfrieren ist möglich bis wahrscheinlich, bei 28°C, gefühlt sogar 31°C, am 22. Breitengrad, im Juli. Also: immer schön vorsichtig fahren, könnte glatt sein.

Naja, ihr seht also, auch die moderne Technik bekommt es nicht besser hin als die wettererprobten locals hier. Vielleicht müssen wir einfach damit leben, dass das Wetter in subtropischen gebirgigen Regionen auch mal etwas unberechenbar sein kann J

Wir hatten uns letztes Jahr schonmal über dieselbe story schräg gelacht, Karina hatte es entdeckt, aber damals hat es niemand gespeichert. Zum Glück hat Nadja das ganze vor kurzem nochmal wiederentdeckt. Vielen Dank an Nadja für den screenshot!

So, heute mag‘ es regnen, stürmen oder schnein, denn wir strahlen selber, wie der Sonnenschein… dumdideldum tralala..

Seid gegrüßt,

von Thomas

Verfasst von: thomasgecko | Juli 19, 2011

Ein ganz besonderer Ort…

Hallo Leute,

einigen von euch habe ich ja schon kurz davon berichtet: Ich war vor kurzem für ein paar Tage zum Kurzurlaub in Kambodscha. Dort habe ich mir unter anderem natürlich die Tempel von Angkor Wat angeschaut. Seit ich wieder zurück bin, haben mich viele nach einem Bericht gefragt, deshalb mache ich das jetzt für alle auf meinem Blog, mit Bildern und so..

Also, ich habe mich in Siam Reap mit Noémie und Céline getroffen, wir haben uns Fahrräder gemietet und sind ein paar Tage in dem riesen Areal von Angkor rumgegurkt. Diese Erlebnisse in einem kurzen Blog-Eintrag zusammenzufassen, weiß ich gar nicht, wie mir das gelingen soll…

Ich weiß eigentlich schon gar nicht richtig wie ich Angkor Wat beschreiben soll. Mir fehlen tatsächlich ein bisschen die Worte. Ich kann nur sagen, ich war tief ergriffen, beeindruckt und erstaunt. Ich fand die Tempelanlagen von Angkor Wat selbst und auch die unzähligen anderen Tempel rings herum absolut umwerfend. Ich glaube, was mich so nachhaltig beeindruckt hat, ist die gewaltige Dimension, die das ganze annimmt, bei gleichzeitiger Perfektion im Detail. Jedenfalls hat mir das ganze wieder meinen Mut und meinen Glauben an das konstruktive, gute und schöpferische Gesicht der Menschheit gestärkt. Wenn Menschen dazu imstande sind bzw. waren, so etwas ehrwürdiges, ehrfürchtiges, schönes, künstlerisch ästhetisches und anmutiges zu erschaffen, dann wird das vielleicht doch noch was mit dem Umdenken in den Köpfen der Menschen, bevor unsere schöne Erde zerstört ist.

Keine Ahnung, vielleicht findet ihr das etwas übertrieben, aber ihr seht dadurch, der Ort hat natürlich etwas sehr Spirituelles und regt zum Nachdenken an. Und das waren die Gedanken, die mir in den drei Tagen dort immer wieder in den Sinn kamen. Kein Wunder, dass die Menschen dort von besonders freundlichem Naturell sind und immer lächelnd durch die Gegend laufen. Man sagt auch, die Tempelanlagen von Angkor Wat seien das achte Weltwunder. Ich würde das durchaus unterschreiben…

Aber seht für euch selbst:

Wenn in Angkor die Sonne aufgeht…

Sonnenaufgang über Angkor

erscheinen,  von mächtigen Wächtern bewacht

mitten im Wald die Tempel von Angkor und ringsherum

Blick von oben

in ihrer vollen Dimension

Tempel des Bayon

und ebenso mit all den unzähligen kleinen Details, Verzierungen, Reliefs und Statuen

tanzende Apsaras

🙂

ein Lächeln wie Mona Lisa

die Schlacht von Kurukshetra

die Schlacht von Kurukshetra auf einer Wand

und jede Statue erzählt eine Geschichte

ringsherum ist alles grün..

Gopura

doch auch mittendrin erkämpft sich die Natur ihre Räume

zartes Pflänzchen

einfach eine spirituelle Oase

Buddha und Räucherstäbchen

einladend zum Ruhen und chillen

was heißt süß auf Khmer?

und ideal zum Yoga machen 🙂

In diesem Sinne, lasse ich die Eindrücke einfach mal wirken. Ich muss sagen, die Auswahl der Bilder fällt mir schwer, aber ich muss mich ja hier ein bisschen beschränken… Ich hoffe ich konnte einen kleinen Rundumblick geben!

Natürlich gäbe es zu Kambodscha an sich noch viel viel mehr zu erzählen, aber ich will mich mal auf das hier beschränken, nicht zuletzt deshalb, weil Siam Reap und Angkor Wat den Großteil meiner Reise ausmachten, und ich vom restlichen Kambodscha leider weniger gesehen habe, als ich gerne gesehen hätte. Insgesamt hat es mir aber gefallen, und vor allem die Leute haben mich beeindruckt. Natürlich gibt es aber auch einige Schattenseiten, Kambodscha ist schließlich eines der ärmsten Länder der Welt, und ich kann mir gut vorstellen, dass es für weniger Asien-Erfahrene noch schockierender und bedrückender ist, das zu sehen. Aber dennoch kann ich eine Reise nach Kambodscha durchaus empfehlen.

Nun, dann möchte ich meinen Bericht mit einem kleinen Bildchen beenden, das ich ebenfalls in Angkor Wat geschossen habe, und das zu meinen liebsten Bildern von dort gehört. Man achte auf die Worte auf der kleinen Stele… Könnte ich nicht trefflicher formulieren.

May peace prevail on earth

In diesem Sinne, Peace to all of you,

euer Thomas

geschrieben in Yen Chau am 17. Juli 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juli 1, 2011

Regenzeit

Zum Teil habe ich es euch schon erzählt: Zur Zeit schüttet es nahezu jeden Tag wie aus Eimern. Ist ja auch Regenzeit. Passend dazu gibt es heute mal eine kleine Regen-Impression. Viel Spaß beim Anschauen…

Idylle im Regen

Ban Mé im Regen 1

Ban Mé im Regen 2

Ban Mé im Regen mit Anh Joh

this is fun

so viel Wasser

nach dem Regen 1

nach dem Regen 2

bunter Regenschirm

Beste Grüße,

von Thomas

geschrieben in Yen Chau am 1. Juli 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juli 1, 2011

Ach nee?!?

Und noch was aus der Kategorie Fundstücke.

Wir erinnern uns hier in Yen Chau gerne zurück an die Zeit letztes Jahr, in der Karina hier mit uns arbeitete und bei uns im Haus wohnte und unseren Alltag bereicherte. So zum Beispiel auch mit diesem Fundstück: Karina hatte sich beim Einzug hier ein neues Moskitonetz gekauft.  Soweit so gut. Doch wie muss man so ein Moskitonetz richtig handhaben, um recht lange Freude daran zu haben? Hm,… Man achte auf das Etikett.

Ahh ja...

Jaja, besser ist das!

Es grüßt,

der Thomas

P.S. Vielen Dank an Karina für das Bild und die Story! 😉

Verfasst von: thomasgecko | Juli 1, 2011

Transport in Vietnam

Transport

Der Transport und der Verkehr im Allgemeinen sind hierzulande ein wirklich heißes, spannendes und ebenso facettenreiches Thema. Vor allem aber ein Thema, das uns hier immer wieder zum Lachen, staunen, ungläubigen Kopfschütteln und Schmunzeln bringt.

Das Verkehrs- und Transportmittel der Wahl ist das Moped, es gibt nichts und niemanden, den oder das man nicht mit dem Moped transportieren könnte. Mitunter kommen dabei geniale Bilder zustande. Es gibt in Hanoi einen Bildband zu kaufen, der einige der schönsten Beispiele zusammenfasst. Wir haben aber auch selbst schon ein paar Bilder geschossen:

Mein persönlicher Favorit war der Fischhändler, der hinten auf seinem Moped ein Gestänge montiert hatte, an dem geschätzte hundertfünfzig Gefrierbeutel mit lebenden Zierfischen drin hingen. Das ganze war circa zwei Meter hoch und einen guten Meter breit, und damit ist er durch den Verkehr in Hanoi gedüst. Leider hatte ich meinen Fotoapparat nicht dabei. Das sah aber in etwa so aus:

Fischverkäufer in Hanoi

Wie gesagt, auf diese Weise kann man alles transportieren. Dem Einfallsreichtum sind hier wenn dann nur physikalische Grenzen gesetzt. Auch die Personenzahl ist nur durch den Platz auf dem Moped limitiert. Der Rekord, was ich mal persönlich gesehen habe, waren sechs Menschen.

Naja, und wenn ein Moped mal kaputt ist, nimmt man halt ein anderes:

Moped auf Moped

Auch nicht schlecht fand ich die ganze Kuh, die auf den Sozius eines kleinen Rollers gebunden war. Hierzu gibt´s zum Glück einen Schnappschuss aus dem Bus heraus:

holy cow !?!

Apropos Bus: Weitere Strecken legt man hier nicht mit dem Moped zurück, sondern in den meisten Fällen mit dem öffentlichen Bus. Wenn ich von Yen Chau nach Hanoi fahre oder umgekehrt, was ca. 240 km über Land sind, dann nehme ich auch meistens den Bus, außer es fahren noch mehrere und wir können eines von unseren Projektautos mit Fahrer nehmen. (Autofahren dürfen wir hier selbst nicht, es gilt nur der vietnamesische Führerschein)

Solche Busfahrten sind auch ein echtes Erlebnis. Positiv: Superbillig (ca. 4-5 Euro für die ganze Strecke) und ein hoher Fahr-Takt (alle zwei bis drei Stunden) und die meist lustigen Gespräche mit Einheimischen. Negativ: Das ganze ist schon ein bisschen eine Plackerei und Schinderei für das eigene Gerippe. Schlaglöcher sind halt Schlaglöcher, aber langsamer muss man deswegen ja nicht unbedingt fahren. Schlimmer aber ist, dass nicht alle hier das schaukelnde Busfahren gewohnt zu sein scheinen, und es vorkommen kann, dass einer anfängt zu spu…., und dann natürlich meist noch ein oder zwei andere mitmachen. Besonders schön bei 30 Grad und mehr. Es bleibt also abzuwägen: Nachtbus (geht schneller, weniger heiß, aber auch gefährlicher, weil siehe Argument eins) oder Tagbus (dauert mitunter 8 Stunden und den Rest kennt ihr schon..) Lustig: Wenn die Oma nebenan einpennt und langsam aber sicher auf einen drauffällt, weil so gemütlich und so…(gell, Frau N.R.?)

In Hanoi ist Busfahren im Gegensatz dazu allerdings durchaus ratsam. Eine Fahrt egal wohin kostet 3.000 VND, also ca. 10 Cent, und auf den Straßen Hanois gilt das Recht des Stärkeren. Busse sind da ganz weit vorne. Autofahren ist in Hanoi das Schlimmste, man kommt nicht voran und hat aber auch nicht viel zu melden. Mopedfahren sollte man auch mal gemacht haben, egal ob mit dem Mopedtaxi oder selbst mit einem gemieteten Moped. Davon will ich aber gar nicht viel erzählen, dazu gibt es einiges Videomaterial, was zu gegebener Zeit nachgeliefert wird.

Am allerliebsten von allem aber mag ich das Moped fahren hier in den Bergen, für unseren täglichen Weg ins Gelände zu unseren Probenahmestellen. Das macht mir wirklich Spaß. Natürlich ist es auch manchmal anstrengend und nervenaufreibend. Man sollte auch immer aufpassen, wir hatten schon genug Unfälle. Eigentlich hat es bisher fast jeden schonmal erwischt mit zumindest einem kleinen Ausrutscher. In der Regel passiert dabei aber nichts, weil man auch nur wenige km/h schnell ist. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: In der Trockenzeit ist der Weg eine bockelharte staubige Lehmpiste mit Steinbrocken dazwischen, in der Regenzeit dann eher eine schmierig-rutschige Schlammbahn, mit Steinbrocken, schmierigem Lehm und ausgespülten Wasserrinnen im Wechsel. Zur einfacheren Vorstellung zum Abschluss noch folgende Story im O-Ton:

Szenario: Es hat seit mehreren Tagen durchgeregnet, wir waren auf dem Weg zum Chieng-Khoi lake, auf einem Stück das die Vietnamesen hier treffenderweise „dancing road“ nennen, weil das Moped eigentlich so wie es will hin- und hertendelt, und man am Besten die Bewegungen irgendwie mitmacht, um sich oben drauf zu halten.

–          Kollegin (hält an, offensichtlich genervt): No, I don´t want to go on anymore!

–          Ich: (halte neben ihr): Why, what´s the matter?..

–          Kollegin: This road is really really terrible..

–          Ich: Nah, hm… I don´t think so..

–          Kollegin: What? You don´t think this road is terrible?..

–          Ich: No, it surely is. I just don´t think it´s a road..

Naja, das hat für einiges Gelächter gesorgt, und danach ging´s dann doch weiter.

Ach ja, und eines noch: Was die hier können, können wir auch J

Transport Solardryer

In diesem Sinne, keep rolling rolling rolling, rawhide…

Es grüßt,

der Thomas

Geschrieben unterwegs in Hanoi und Yen Chau im April 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juni 26, 2011

Gut zu wissen!

Hier eine kleine side-story, nur mal so am Rande. Für die, die sich zu Hause Sorgen machen sollten. Das braucht ihr nicht, hier ist alles total safe und sicher. Und man wird prima informiert. Und natürlich brauche ich nicht extra zu erwähnen, ich ernähre mich gesund hier.  Ich ernähre mich quasi ausschließlich von diesen Cookies hier:

Custard cookies

Weil nämlich, dann bekomme ich keine Hühnergrippe!!

birdflu free

Na also, ein Risiko weniger! lol

Es grüßt,

der Thomas

geschrieben in Yen Chau am 26. Juni 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juni 26, 2011

Bilder einfach so… Teil 1

Hallo!
Hier kommen einfach mal ein paar Bilder von Yen Chau und Chieng Khoi, um euch das Örtchen in dem wir leben, und die Gegend in der wir arbeiten, etwas näher zu bringen.

welcome to our heroic district!

Hello! Come and see, please

our beautiful lake

one of my sampling stations in Chieng Khoi

Oase der Ruhe

In the fields of Chieng Khoi

I love this kind of green

Farbspiel in Chieng Khoi

glowing sky

the view from our roof terrace in march 2010

…to be continued…

Verfasst von: thomasgecko | Juni 26, 2011

Geckos – meine Lieblingstiere??

Geckos – my favorite animal !?!

Alle die mich gut kennen, wissen, dass Geckos mitunter meine liebsten Tiere sind. Aber nicht nur, weil ich Geoökologie studiert habe, und somit selbst ein „Gecko“ bin; nein, auch so finde ich die kleinen Racker einfach putzig und mag sie gerne. So gerne, dass es z.B. in Online-Foren schon mehrfach zu meinem Spitznamen geworden ist. So heiße ich z.B. bei Napster „musicgecko“, bei couchsurfing  „travelgecko“, und so weiter und so fort.

Tja, soviel mal vorweg. Ich muss nämlich leider berichten, dass diese Liebe vergangene Woche auf eine harte Probe gestellt wurde. Und das kam so:

Zu meiner Arbeit gehört es, regelmäßig Wasserproben aus einem Fluss zu ziehen und diese auf Pestizide zu untersuchen (siehe Artikel „für alle, die gar nicht so genau wissen…“).  Dazu habe ich zum Glück einen automatischen Probennehmer, der mir da viel Arbeit abnimmt. Das ist alles in allem ein recht großes Gerät für mehrere tausend Euronen. Ein wichtiger Geräteteil ist die mit eingebaute Kühlkammer, um die Proben bei den hohen Außentemperaturen vor dem aufheizen und die Pestizide darin somit vor dem Abbau zu schützen. Und um diese Kühleinheit geht es. Die Geckos lieben die Abdeckung des Geräts als Unterschlupf, immer wenn ich zum Proben holen komme, rennen ein paar von den Tierchen davon. Aber dass sie auch ins Gerät reingehen, war bisher unbekannt..

Schon länger hatte ich beim Proben holen einen merkwürdigen, ziemlich ekligen Geruch bemerkt, der irgendwo aus meinem Probennehmer kam. Konnte ihn aber nicht richtig zuordnen. Mein Assistent Hùng meinte noch „animal died somewhere“, aber soviel hatte ich mir natürlich auch schon gedacht. Neulich dann kam es noch schlimmer, plötzlich war die Kühlung ausgefallen und meine Proben ungefähr dreißig Grad heiß. Mist, gerade jetzt wo´s so langsam aber sicher richtig Sommer wurde hier in VN. Naja, ich also auf Fehlersuche, aber nichts gefunden. Handbuch gewälzt, kein Weiterkommen. Herstellerfirma angeschrieben, ein paar Tipps bekommen. Tipps ausprobiert, keine Besserung. Nochmal geschrieben, Schaltpläne zugeschickt bekommen. Gerät, übrigens auch bei über dreißig Grad in der Sonne, aus der Verbauung gewuchtet und auseinander gebaut. Alle möglichen Kabel überprüft. Schließlich in einem Kasten mit Platinen einen toten Gecko gefunden. Sehr tot sogar, der gute war schon leicht angeschimmelt. Naja, immerhin hatte ich die Quelle des üblen Gestanks entdeckt. Ich weiß nicht, was genau los war, vielleicht hat der Gecko mit seinem Körper einen Kontakt hergestellt und dadurch einen der Sensoren kurzgeschlossen, vielleicht auch nicht. Jedenfalls ging die Kühlung, nachdem ich den toten Gecko irgendwie wieder da raus gefriemelt hatte, immer noch nicht. Nochmal  heim, recherchiert, am nächsten Tag also weitergesucht, die Platinen überprüft, schließlich die Idee gehabt, dass einer der Sensoren (Vereisungssensor) falsche Signale liefert. Eine Idee zur Lösung war, den in VN eh nicht benötigten Vereisungssensor  abzuklemmen, dafür einen Temperatursensor anzuklemmen, und den frei gewordenen Anschluss zu überbrücken. Aber ich will euch nicht mit technischem Blabla langweilen. Jedenfalls dazu natürlich den Stecker ausgesteckt, die nötigen Änderung vorgenommen, und dann das Gerät wieder ans Stromnetz angehängt. Plötzlich Zischen, Knistern, Gestank nach Verbranntem irgendwas. Ich, ganz schön erschrocken, denke mir nur „oh f…, jetzt habe ich die Schaltkreise ganz geschrottet“.  Also Strom wieder aus, genau nachgeschaut, und was finde ich? Unter der Kühlpatine, an der ich die Änderungen vorgenommen habe, hatte sich ein weiterer Gecko versteckt. Da ist vielleicht ein knapper Zentimeter Luft zwischen der Unterseite der Platine und dem Boden des Gehäuses. Und da musste der Gecko sich in einem kurzen unbemerkten Moment während der Reparatur reingeschlichen haben. Davor war er nämlich sicher nicht da, ich hatte das alles genau angeschaut. Wie auch immer, dieses Versteck war eine saublöde Wahl, weil ich das nicht bemerkt habe, und als ich den Strom angeschaltet hatte, der Gecko komplett gegrillt wurde. Ihr kennt das ja, auf der Unterseite von elektronischen Platinen hat es diese vielen Lötpunkte, sprich lauter kleine gut leitende Metallspitzen. Als ich den Gecko schließlich mit einer Pinzette rausgezogen hatte, sah man auf seinem Rücken zwei schön deutliche Reihen von jeweils vier schwarzen verbrannten Punkten. Und auf der Mitte des Kopfes ein großer schwarzer verbrannter Fleck. Ziemlich wackala… Und trotzdem: Der arme Kerl! Aber immerhin ging´s ziemlich schnell und überraschend.

Zum Glück gab´s dadurch aber keinen weiteren Kurzschluss im Gerät, und die Story hat, zumindest für mich, ein happy end: Die Kühlung funktioniert wieder, und läuft seit ein paar Tagen konstant..  Vielleicht sollte ich noch mal an die Herstellerfirma schreiben und ihnen einen Vorschlag machen, ihr Handbuch um die Passage „Gecko-Schäden“ zu ergänzen J

Und die Moral von der Geschicht: Elektronik ist für Geckos nicht!

Aber, liebe Geckos: Ich habe euch trotzdem noch lieb, auch wenn ihr nachts lustige Geräusche macht, eure Eier in meine Unterwäsche legt, und mir n Haufen Arbeit beschert. Immerhin fresst ihr Moskitos, und die sind ein noch viel größerer „Pain in the ass“…

Es grüßt,

der Thomas

Geschrieben in Yen Chau am 30. April 2011

Verfasst von: thomasgecko | Juni 26, 2011

Für alle, die eigentlich gar nicht so genau wissen…

Für alle die eigentlich gar nicht so genau wissen, was der Thomas da in Indochina eigentlich genau treibt, das aber tatsächlich wissen wollen, gibt´s hier ´ne kleine Einführung:

Im Großen und Ganzen dreht sich meine Arbeit um „Fate and Transport of Agrochemicals on a catchment scale in mountaineous regions in Northern Vietnam“, also darum, wie sich Agrar-Chemikalien, in meinem Fall Pestizide, unter gegebenen Bedingungen hier verhalten und wie sie transportiert werden.

Das Hauptaugenmerk meiner Arbeit liegt darauf, dass ich Gewässerproben von einem See und einem Fluss an verschiedenen Stellen des Flusslaufs nehme, entlang dessen Reisfelder liegen auf denen unter teilweise hohem Pestizideinsatz Reis angebaut wird. Für mich gilt es zu sehen, wo die Pestizide wann und in welchen Konzentrationen wieder auftauchen. Parallel dazu werden natürlich noch allerlei weitere Daten erhoben, wie z.B. allerlei Wetterdaten, und es werden Befragungen gemacht unter den Bauern, was für Pestizide sie anwenden, wie häufig, wie viel davon etc. etc. Aus dem allem  entsteht dann ein Bild, aus dem hoffentlich klar wird, wie sich die Pestizide unter den gegebenen Bedingungen verhalten, und was für Risiken bestehen. Eigentlich soll dann dazu noch ein Modell entwickelt werden, mit dem man solche Geschichten dann simulieren kann unter veränderten Bedinugungen, sprich anderes Klima, andere Stoffe, andere Landnutzung und so weiter. Das soll eigentlich hauptsächlich ein Kollege von mir machen, aber so wie es aussieht, werde ich mich damit zukünftig auch noch ein wenig beschäftigen, obwohl ich mich ehrlich gesagt bislang immer eher weniger zu den Modellierern zählte. Aber spannend wird das sicher allemal, und zusätzliche Qualifikationen können ja nie schaden J

Zusätzlich habe ich dann noch ein paar kleinere Projekte am Laufen, eines davon z.B. in Kooperation mit einem Kollegen aus der Aquakultur, der hier die örtlichen Fischzuchtsysteme untersucht. Wir wollen zusammen auch ein paar Fischteiche überwachen, sprich die Pestizidkonzentrationen darin messen, und dazu Fische, die verschiedenen Krankheiten unterliegen und auch gesunde Fische auf Pestizidgehalte im Fischgewege selbst untersuchen und diese Verbindung herstellen, zwischen Pestizidkonzentrationen im Wasser und im Fisch selbst. Da bin ich selbst mal sehr gespannt was dabei rauskommt, ob sich evtl. bestimmte Krankheiten/Symptome auf bestimmte Pestizide beziehen lassen oder nicht. Das ist ziemliches Neuland und könnte heiß werden. Aber mal abwarten, dieses Projekt wird erst in 2011 richtig anlaufen.

Tja, und das ist es dann in der groben Zusammenfassung eigentlich auch schon. Bei der Umsetzung im Detail kommt da einiges zusammen an Arbeit, und ich kann euch sagen, über Langeweile konnte ich mich hier bislang selten beschweren.

Fotografische Ausschnitte aus meinem Arbeitsalltag in Yen Chau könnt ihr hier sehen:

digging holes at 35°C is fun!

Installing equipment: Digging holes at 35°C is fun!...

...and makes happy

...and makes happy!

this watersamplers take water samples for me :-)

Programming watersamplers to take samples for me 🙂

beloved labwork

out of which pesticides are extracted with my beloved labwork

high precision, dude

measuring discharge

mapping paddies with GPS

field visit with Prof and supervisor. Great to get some new input...

coffee break

Geschrieben in Hanoi am 5. September 2010

Verfasst von: thomasgecko | Juni 26, 2011

Jetzt aber wirklich

Mann Mann, ich habe eigentlich einige Artikel schon seit einiger Zeit mehr oder weniger fertig, aber ich habe es nie gebacken gekriegt, die hier online zu stellen. Also, jetzt aber wirklich, los geht´s! Ich will wenigstens die letzten drei Monate, die ich jetzt noch hier bin, nutzen um euch zu Hause und sonstwo in der Welt über mein Leben hier in Vietnam, das Land und die Leute zu informieren.  Viel Spaß beim Lesen, kommentieren, diskutieren…

Den ersten Artikel gibt´s gleich heute, ich fange mal damit an, alle interessierten Leser auf den gleichen Stand zu bringen.  Weitere verschiedene Artikel werden folgen!

Lg,

Thomas

Verfasst von: thomasgecko | September 5, 2010

Jetzt geht´s los!

Hallo Freunde,

lange genug um den heißen Brei herum geredet habe ich ja, daher wird´s höchste Zeit. Ich bin gerade seit zwei Tagen aus dem französischen Krankenhaus in Hanoi raus und habe sozusagen einen kleinen Neustart hier vor mir, und da dachte ich mir, das ist doch auch der ideale Zeitpunkt um mit dem lange geplanten Blog durchzustarten.

Also, lange Rede kurzer Sinn. An dieser Stelle werdet ihr künftig ab und an kleinere oder größere Beiträge und Anekdoten aus meinem täglichen Leben und Arbeiten in Vietnam finden.

Ich freue mich über Leser und Kommentare, und ich wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre.

Beste Grüße, Thomas

Thomas

Verfasst von: thomasgecko | Februar 28, 2010

Hello world!

Hallo allerseits und herzlich willkommen auf meinem kleinen bescheidenen Blog. Es freut mich dass ihr Interesse an meinem Tun in Vietnam habt, und ich kann es kaum erwarten, meine Erlebnisse hier mit euch zu teilen.

Ich hoffe, die ersten Beiträge können bald online gehen.

Bis dahin, beste Grüße,

euer Thomas

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